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GEROLD TAGWERKER „fundus_XXX“

  • c.art, Prantl & Boch, Galerie u. Verlag, GmbH 28b Doktor-Anton-Schneider-Straße Dornbirn, Vorarlberg, 6850 Österreich (Karte)

Unter dem Titel „fundus_XXX“ präsentiert Gerold Tagwerker in der Galerie c.art Arbeiten auf und mit Papier aus Werkreihen der letzten dreißig Jahre.

Die umfangreiche Auswahl der Arbeiten zeigt Tagwerkers vielfältige Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Medium der Zeichnung, der Druckgrafik und der Collage oder Assemblage. So unterschiedlich der Einsatz der Techniken Tagwerkers erscheint, ist das Papier als Träger und Ausgangsmaterial in ebenso unterschiedlicher Form allen Arbeiten gemein. In den Blättern aus den 1990er Jahren arbeitet Tagwerker zeichnerisch mit Kohle oder Tusche, verwendet Zirkel und verschiedene Schablonen als grafische Grundstrukturen seiner Bildkompositionen, um eine zeichnerische Handschriftlichkeit zu vermeiden, beginnt aber auch collageartigen Arbeiten mit Klebebändern auf Karton und Papier.

Ab den 2000er Jahren setzt er verschiedene Papiersorten und bedruckte Papiere aus alltäglichen Kontexten ein, die er überklebt, zerreisst, ausschneidet, faltet oder collagiert und zu bildhaften Assemblagen zusammenführt. Darunter finden sich Zeitungen mit Börsennotierungen und Arbeitsmarktsanzeigen, nostalgisch anmutende Durchschlags- und Kohlepapiere oder Registerkartons, Öl- und Pauspapiere oder Schallplattenhüllen, die alle als objekthaftes Ausgangsmaterial oder Bildträger eine eigene Narration und materialbestimnte Bedeutungsebenen mit sich bringen.

In den letzten Jahren hat Tagwerker mit schwarzem und silbernem Spraylack mit Gittern und Schablonen auf Transparentpapieren gearbeitet und leichte, schwebende Bildstrukturen entworfen. Allen Arbeiten liegt ein spielerischer Zugang des Künstlers zu Material und Technik, wie auch den daraus entstandenen Bildkompositionen zugrunde, die ironisch auf den formalen Bildkanon der Moderne referieren.

Die Präsentation erscheint in dichter Hängung, die wiederum als wandfüllende Assemblage ein Gestaltungsprinzip der Arbeiten Tagwerkers räumlich umsetzt und formale Querbezüge zwischen den Werkreihen aus drei Dekaden auf die Galeriewände collagiert und sichtbar werden lässt.

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